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AED gewartet + die Sache mit der Reanimation

Automatisierter externer Defibrillator

Unser AED im Dojo wurde vor Kurzem gewartet und ist somit auch weiterhin einsatzbereit. Er hängt zentral im Dojo und ist von allen Räumen gut und schnell erreichbar. Vor allem im Rahmen des Projektes Judoherzchen ist der AED wichtig, um eine Absicherung zu haben und diese Resource für den unwahrscheinlichen, aber möglichen Fall, vorhalten zu können. Auf dass er bei uns im Dojo nie benötigt wird!

Reanimation

Für den Fall, dass ein AED zum Einsatz kommt, ist die Lage ziemlich klar: eine Person ist gerade bewusstlos geworden oder bewusstlos aufgefunden worden, atmet nicht und hat keinen (spürbaren) Puls!

Das Wichtigste in einer solchen Situation: Ruhe bewahren UND das Wissen, dass man dieser Person nur helfen kann. Die Person ist aktuell klinisch tot, man kann nichts falsch machen!

Selbstbewusst sein, Ruhe bewahren und der Person helfen!

Wenn man alleine ist:

  1. den Notruf verständigen: 112
  2. dabei den AED holen und die Elektroden kleben (wie, wird im AED gezeigt)
  3. mit der Wiederbelebung beginnen: 30 Mal Herzdruckmassage >>> (ggf.) 2 Mal Beatmen >>> wiederholen
  4. den Anweisungen des Notrufdisponenten Folge leisten

Wenn mehrere Personen vor Ort sind:

  1. mit der Wiederbelebung beginnen: 30 Mal Herzdruckmassage >>> (ggf.) 2 Mal Beatmen >>> wiederholen
  2. eine andere Person direkt aufforden, den Notruf zu verständigen: 112
  3. eine weitere Person auffordern, den AED zu holen und die Elektroden zu kleben (wie, wird im AED gezeigt)
  4. den Anweisungen des Notrufdisponenten Folge leisten
  5. bei der Wiederbelebung abwechseln

Bzgl. des Beatmens: bei Fremden, bei denen man gewisse Krankheiten nicht ausschließen kann, ist man nicht verpflichtet, Mund-zu-Mund zu beatmen bzw. Mund-zu-Nase. Jedoch gibt es eine Lösung: spezielle Beutelmasken, die man dem/der gerade Bewusstlosen überziehen kann und durch ein Ventil beatmen kann. Somit ist eine Infektion sehr unwahrscheinlich.

Zu helfen ist nicht schwierig und kein „Hexenwerk“. Wichtig ist, dass man alle paar Jahre sein Wissen in Erste-Hilfe-Kursen auffrischt! Wenn der letzte Erste-Hilfe-Kurs viele Jahre oder gar Jahrzehnte her ist (für den Führerschein), sollte man schnellstmöglich wieder einen besuchen. Jetzt ist der beste Zeitpunkt! Wir bieten teilweise auch Erste-Hilfe-Fortbildungen für Trainer und Trainerassistenten an einfach unter Veranstaltungen schauen.

Zudem ist man rechtlich verpflichtet, im Rahmen des Möglichen und Zumutbaren (für die eigene Person) zu helfen. Somit ist der Notruf ein Muss! Die Wiederbelebung ist in diesem Zusammenhang ähnlich zu verstehen. Nur wenn es einem absolut nicht zumutbar und möglich ist, mit der Wiederbelebung zu beginnen, kann man keine weitere Hilfe leisten. Dies kann aber auch Auslegungssache sein und hängt im Zweifelsfall auch später von möglichen Verfahren ab.

Ergo gilt: sich trauen, ran und helfen!

Hinweis: Dieser Artikel wurde von medizinischem Fachpersonal verfasst.