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Judo Bundesliga: Letzter Heimkampftag mit Sieg gegen Erlangen

Das Judoteam Heidelberg/Mannheim am 6. Kampftag

Gestern empfing das Judoteam Heidelberg/Mannheim beim letzten Heimkampftag den TV 1848 Erlangen. Dieses Event ließen sich die Fans natürlich nicht entgehen, so dass die Capri-Sonne-Area in Eppelheim gut besucht war.

Zu sehen gab von beiden Mannschaften Judo auf höchstem Niveau. Einige der gezeigten Techniken hätten so direkt aus einem Lehrbuch stammen können.

So drehte der Erlanger Kai Brandes z. B. unseren Sascha Barth in der +100 Kategorie mit einem Tölzer-Dreher zum Haltegriff und gewann so die Begegnung.

Im darauf folgenden Kampf in der Gewichtsklasse bis -73kg erzielte unser Pascal Bruckmann seinen Gegner, Manuel Ilschner, zuerst mit Tai-Otoshi, dann mit Ura-Nage zwei Waza-ari. Nach dem zweiten Wurf konnte er auch gleich im Boden zu Juji-Gatame übergehen. Nach nicht einmal zwei Minuten war der Kampf entschieden.

Ebenfalls kurzen Prozess machte Viktor Driller mit seinen Erlanger Gegnern. In der Hin-Runde warf er David Lim nach nur 21 Sekunden zum Ippon. In der Rückrunde hob er dann Elias Frank mit einem Bilderbuch-Ura-Nage aus und warf diesen Platt auf den Rücken. Dieser, wohl spektakulärste Wurf des Abends, bescherte ihm den Sieg nach nur 34 Sekunden.

Auch im Boden gab es die eine oder andere schöne Technik zu sehen. Im ersten Kampf der Rückrunde, nutzte der Erlanger Kilian Tschöpe die Gelegenheit zum Übergang in den Boden - mit dem Waza-Ari für die Wurftechnik gab er sich nicht zufrieden - um unseren Frieda Schiefer mit einer Sankaku Technik erst herumzudrehen und dann abzuwürgen.

Das sich auch das JT aufs Würgen versteht, zeigte kurze Zeit später Finn Seger in seinem Kampf gegen David Lim. Als sein Gegner nach einem Wurfversuch kurz in der Bauchlage lag, ließ sich Finn nicht zweimal Bitten und setzte blitzschnell einen Yamashita-Würger (Koshi-Jime) an, welcher ihm den Sieg über den Erlanger bescherte.

Etwas unglücklich verlor dagegen Jannis Hill seinen Kampf in der Rückrunde gegen Konstantin Ustinov. Während Jannis in den ersten Minuten des Kampfes die Oberhand zu haben schien, konnte er den Sumi-Gaeshi, mit dem er nach knapp drei Minuten geworfen wurde, nur noch mit einer Kopfbrücke abwehren. Da dieses inzwischen mit Hansoku-Make bestraft wird, ging dieser Punkt an die Erlanger.

Trotz viele spannender Begegnungen waren die Gäste aus Erlangen unsere Mannschaft doch deutlich unterlegen. Die Hin-Runde entschied das Team bereits mit 5:2 Punkten für sich. Nach der Rückrunde zeigte die Wertungstafel dann 9:5 Punkte (Unterwertung 84:50) für das Judoteam Heidelberg/Mannheim. Eine tolle Leistung unsere Mannschaft!

An der Tabellen-Situation hat dieser Sieg leider nicht viel verändert. Der TV 1848 Erlangen liegt weiterhin auf dem dritten Platz vor unserer Mannschaft. Die beiden Teams trennt nun aber nur noch ein einziger Punkt voneinander. Es kommt nun also alles auf den letzten Kampftag am 07.10. an. An diesem Tag trifft Erlangen auf den Tabellenführer aus Speyer, während das Judoteam gegen den z. Zt. 6-Platzierten VfL-Sindelfingen zeigen muss was es kann.

Wer sich selbst ein Bild von den Kämpfen machen möchte, findet die Highlights aller Kämpfere bereits auf unserem YouTube Kanal.

Nico d'Heureuse

Erstellt am 17.09.2017

Kategorie: Judo