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Spannung beim 4. KT in der 2. Judo Bundesliga

Finn Seger nach dem letzten Kampf des Tages

Gefährliche Situation für Tobias Diel

Yoko-Sumi-Gaeshi

Pauseneinlage: Der Dachziegel ruhte nur auf viel Glühbirnen und wurde trotzdem zerschlagen.

Pauseneinlage: Der Trainer der Gruppe Nahn Vo Dao aus Eppelheim zertritt eine massive Betonplatte

Sode-turi-komi-goshi von Pascal Bruckmann

Jonas Mollet in Gefahr

Finn Feeger und Max Bschlangaul geben alles

Finn Feeger und Max Bschlangaul geben alles - auch im Golden Score

Gestern empfing das 1. JT Heidelberg Mannheim die TSG Backnang zum 4. Kampftag der diesjährigen 2. Judo Bundesliga. Schon der Punktegleichstand (beide Mannschaften hatten zuvor 3 Punkte) deutete darauf hin, dass es ein spannendes Duell werden könnte. Und so war es dann auch.

Die Hinrunde begann mit der schwersten Gewichtsklasse +100kg, in der Marc Milano auf Benjamin Lütjens traf. Diesen Kampf konnte Benjamin nach 1:30 mit Ippon durch O-soto-gari für Backnang entscheiden.

Weiter ging es mit Mirco Ohl und Davide Pozzi. Unser Athlet fand nicht so richtig in den Kampf. So konnte Backnang in den ersten zwei Minuten drei Waza-ari erzielen und das Match  nach 1:50 mit Ippon vorzeitig beenden.

Diese Serie von Niederlagen konnte Pascal Bruckmann in der darauf folgenden Begegnung gegen Leon Maier durchbrechen. Keiner der beiden wollte dem anderen den Sieg schenken. Nach etwas über drei Minuten gelang es Pascal dann schließlich Leon mit O-soto-gari zum Ippon zu werfen. Es stand nun also 1:2.

Danach trafen Jonas Mollet und Kai Klein aufeinander. Hier ging es Schlag auf Schlag: ein Waza-ari folgte dem nächsten. 20 Sekunden vor Ende der regulären Kampfzeit schaffte Jonas den Punkteausgleich und beide Kontrahenten gingen mit je drei Waza-ari in’s Golden Score. Kai musste nun aber sehr aufpassen, denn er hatte schon zwei Shidos und konnte sich kein weiteres mehr leisten. Nach ca. 1 Minute, Jonas war noch recht fit auf den Beinen, Kai zeigte deutliche Erschöpfungserscheinungen, war es dann auch soweit: Kai kassierte das dritte Shido (Ziehen in die Bodenlage) und musste den Sieg somit an Jonas abgeben. Der Ausgleich war geschafft.

Als nächstes standen in der Gewichtsklasse -90 kg Tobias Diehl und Sergej Kosenko auf der Matte. Nach nur 20 Sekunden ergab sich bereits eine riesen Chance für Tobias im Boden, doch Sergej konnte der Niederlage noch einmal entringen.  Den ersten Punkt erzielte Tobias dann eine Minute später durch eine Kontertechnik gegen einen Seoi-nage von Sergej. Knappe eine halbe Minute vor Schluss gelang es unserem Kämpfer dann seinen Kontrahenten in einem Haltegriff so festzulegen, dass dieser sich nicht mehr befreien konnte. Es stand somit 3:2 für das Judoteam.

Im darauf folgenden Kampf konnte der Backnanger Mohammed Alksem unserem Jan Mollet wenig entgegensetzten. In nur zwei Minuten konnte Jan unseren Vorsprung durch fünf Waza-ari und einen Ippon weiter ausbauen.

Die letzte Begegnung der Hinrunde konnte dann wieder Backnang für sich entscheiden. Jannis Hill gab zwar sein Bestes, konnte aber gegen seinen Gegner Tobias Wirth keine Punkt erreichen. Somit gewann Tobias diesen Kampf mit einem Waza-ari Vorsprung und verkürzte auf 4:3.

In der Pause präsentierte die Kampfsportgruppe Nahn Vo Dao aus Eppelheim einen Auszug aus den Vietnamesischen Kampfkünsten. Die Gruppe um Felix Seder zeigte hierbei auch zwei spektakuläre Bruchtests. Zuerst wurde ein nur auf Glühbirnen liegender Dachziegel so zerschlagen, dass die Birnen unversehrt blieben. Danach zertrat Felix eine schwere Beton-Platte.

Um 19:00 Uhr begann dann die Rückrunde. In der +100 KG Klasse standen sich dieses Mal zwei neue Athleten gegenüber: Sebastian Junk und Davide Pozzi. Nach 20 Sekunden setzte Sebastian mit Seoi-nage an. Unglücklicherweise übernahm Davide diesen und führe Sebastian in die Bodenlage wo er schließlich Sebastian durch eine Würgetechnik zum Aufgeben zwang.  

Auch den Nächsten Punkt musste unser Team an Backnang abgeben. Oliver Upmann unterlag Benjamin Lütjens nach ca. zwei Minuten vorzeitig durch O-soto-gari. Somit ging Backnang mit 4:5 in Führung.

Als nächstes stand das Re-Match in der Klasse -73 kg an. Pascal Bruckmann traf erneut auf Leon Maier. Nach zwei Minuten konnte Pascal durch einen Sode-tsuri-komi-goshi die erste Wertung erzielen. Beinahe gelang es ihm auch Leon in einem Haltegriff festzulegen, aber Leo erkannte die Gefahr und konnte dieser noch einmal entkommen. Eine weitere Wertung erzielte Pascal durch einen rasanten Seoi-nage. Leon konnte diesen Vorsprung  nicht mehr aufholen. Ausgleich: 5:5.

Die folgende Begegnung hatten wir ebenfalls schon in der Hinrunde gesehen. Jonas Mollet traf erneut auf Kai Klein. Es war erneut ein aufreibender Kampf mit vielen Wertungen und einigen spannenden Situationen im Boden. Jonas konnte seinen vorherigen Sieg gegen Kai in diesem Kampf leider nicht wiederholen und unterlag mit 4 zu 2 Waza-ari.

Tobias Diehl sorgte danach wieder für einen Punktegleichstand. Sein Gegner, André Sträßer, fand nicht so richtig in den Kampf. Nach nur zwei Minuten hatte Tobias die Begegnung mit drei Waza-ari und einem Ippon für Heidelberg/Mannheim entschieden.

In Führung gingen wir dann gleich darauf, da Jan Mollet kampflos gewann.

In der letzen Begegnung des Tages, Finn Seeger gegen Max Bschlangual, stellt sich dann die Frage: kann Backnang noch den Ausgleich schaffen. Auf die Antwort dieser Frage mussten lange warten, denn die beiden machten es noch einmal richtig Spannend. Nach ca. 1:20 Minuten glaubte Heidelberg/Mannheim schon den Sieg in der Tasche zu haben, denn Finn hatte Max in einem Juji-Gatame festgelegt. Doch trotz nahezu gestrecktem Arm gelang es Max irgendwie sich aus dieser Situation in allerletzter Sekunde herauszudrehen. Auch danach gelang keinem von beidem in der regulären Kampfzeit eine Wertung zu erzielen. Finn ging mit zwei Shidos und Max mit einem Shido ins Golden Score. Auch hier gaben die beiden nochmal alles. Der lange Kampf zehrte an den Kräften. Nach gut drei Minuten im Golden Score konnte sich Finn kaum noch auf den Beinen halten, es war also nur noch eine Frage der Zeit. Doch dann fand Finn doch irgendwo noch die Kraft Max zu werfen welches der Hauptkampfrichter mit Waza-ari bewertete. Während das Team schon jubelte, kamen allerdings die Wertungsrichter noch einmal zu einer Beratung zusammen. Sollte der Waza-ari zurückgezogen werden? Man konnte die Spannung in der Halle fast mit Händen greifen. Doch nein, es blieb bei der Entscheidung und unser Team konnte den Tag somit mit 8:6 für sich entscheiden.

Am 5. Kampftag trifft das Judoteam dann in Offenbach auf den Samurai Offenbach. Der nächste Heimkampftag ist am 16.09.

Nico d'Heureuse

Erstellt am 02.07.2017

Kategorie: Judo