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WWT 2016: Drei Geschwister, ein Turnier

 

Es gibt Momente im Leben eines Sportler, die er nicht so schnell vergisst. Einen solchen Moment gab es auch auf dem traditionellen Wolfgang-Welz-Gedächtnis-Turnier. Mit Julia Mollet, Jan Mollet und Jonas Mollet starteten gleich drei Geschwister vom DJK Eppelheim beim der diesjährigen Auflage. Und da der Sport die schönsten Geschichten schreibt, konnte Jan Mollet bei seiner letzten Teilnahme den Turniersieg der Klasse bis 60 kg erkämpfen.

 

Aber erst mal der Reihe nach. Das Wiegen fand in diesem Jahr bereits schon einen Tag  vor den Kämpfen statt. So konnten die Athleten aus ganz Deutschland am Abend noch die Schönheit der Stadt Mannheim bewundern und ausgiebig zu Abend essen, bevor es dann am nächsten Morgen ernst wurde.

 

Pünktlich um 9:00 Uhr konnte am Samstag mit der Eröffnung und den ersten Kämpfen begonnen werden. Insgesamt gingen 202 Kämpfer an den Start – 124 Männer und 78 Frauen. Für eine tolle Stimmung sorgten die mitgereisten Fans, Freunde, Verwandte und Betreuer. Wie angesehen das DJB-Bundessichtungsturnier ist, zeigte neben einem staken Wettkampffeld auch die Qualität der Kampfrichter, die teilweise schon dieses Jahr bei den Paralympics vor Ort waren.

Für die Promi-Atmosphäre sorgte indes der zweifache Vize-Weltmeister und Bronzemedaillen-Gewinner von London Andreas Tölzer, der die Kämpfer aus Nordrhein-Westfalen betreute und die späteren Sieger ehrte. Und nicht nur er sah den Durchmarsch eines jungen Kämpfers vom DJK Eppelheim, der seine letzte Chance ergriff und am Ende ganz oben auf dem Siegertreppchen stand.

Jan Mollet konnte in seiner Gewichtsklasse bis 60kg den Turniersieg feiern. Nach vier erfolgreichen Kämpfen stand er im Finale Florian Pachel vom Judo Club Leipzig gegenüber. In einem engen und schwierigen Kampf konnte er am Ende eine kleine Wertung über die Zeit bringen und sich zum verdienten Sieger krönen.

Sein jüngerer Bruder Jonas trat eine Gewichtsklasse höher an. Nach einem siegreichen Auftakt gegen Lucas Hermann, musste er sich in seiner zweiten Begegnung Roman Pogreban vom Judo-Sport-Verein Düsseldorf und späterem Drittplatzierten geschlagen geben. Das dieser bis in das Halbfinale vordringen konnte, bekam Jonas die Möglichkeit in der Trostrunde mitzumischen. Auch hier siegte er im ersten Duell, bevor er letztendlich gegen Nikolas Menzl vom TSV Wacker 50 verlor.

 

Auch für Julia Mollet war es das letzte Turnier und auch sie zeigte mit welchem Talent sie gesegnet ist. Nachdem Julia ihre ersten Begegnungen souverän gewinnen konnte – u.a. mit einem schönen Seo Nage, unterlag sie in einem dramatischen Duell ihrer Gegnerin Tamara Ohl vom Judo Club Wiesbaden nach 4:41 Kampfzeit im Golden Score. Im Kampf um den dritten Platz gegen Lara Kränkel vom Budo Club Karlsruhe handelte sich Julia ein Shido – erneut im Golden Score – ein. Damit war die Entscheidung gefallen. Am Ende belegte sie einen respektablen fünften Platz.

 

Neben den Mollet-Geschwistern nahmen auch Margarita Diede vom JSC Heidelberg Rhein-Neckar, die ebenfalls einen tollen fünften Platz in der Klasse bis 57 kg erkämpfte sowie David Hill und Christian Tenbaum vom Judoteam HD MA, die beide ihre Auftaktbegegnungen verloren, teil.

Marco Welz war sehr zufrieden mit der Qualität und der Organisation des Turniers. Er freut sich schon auf das nächste Jahr. Ein zeitgleiches Meeting des DJB verhinderte die Anwesenheit der  Bundesjugendtrainer, die daher vom Bundesjugendleiter Hartmut Paulat vertreten wurden. Der Lehrgang am Sonntag fand somit nicht statt.

Ein großer Dank geht an die erneut große Anzahl an Helfern, ohne die ein solches Ereignis nicht zu bewältigen wäre.

Zu den Ergebnissen:

Benjamin Haas

Erstellt am 13.11.2016

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